Schwerpunkt des Hintergrundgespräches war die Wohnraumsituation für Auszubildende. Die Innung sieht hier dringendnen Handlungsbedarf. Das Wohnraumproblem ist mittlerweile auch bei den Betrieben zum Problem geworden. In einer eigenen Umfrage unter Berliner Ausbildungsbetrieben konnten wir ermitteln, dass inzwischen wegen des angespannten Wohnungsmarkes auch Bewerber*innen verloren gehen. Gleichzeitig sehen wir, dass Betriebe eigene Lösungen erarbeiten müssen, Wohnzuschüsse bezahlen oder eigenen Wohnraum zur Verfügung stellen.
Die Innung möchte daher jetzt selber aktiv für Wohnraum sorgen und ein Azubiwohnheim aufbauen. Erste Pläne, Bedarfsermittlungen und Flächenkonzepte werden erarbeitet. Diese Überlegungen und Planungen wurden vorgestellt. In der Lösung des Wohnraumproblems erkennen wir einen zentralen Baustein zur Stärkung dualer Ausbildung in Berlin.
Neben der Besichtigung ausgewählter Werkstätten erläuterten Geschäftsführer Andreas Koch-Martin und Obermeister Andreas Schuh, wie Wärmewende und Klimawende praktisch umgesetzt werden, sie zeigten die am Markt gängigen technischen Lösungen und stellten das Schulungsprogramm der Innung vor.
Gleichzeitig skizzierten sie aber auch die systematischen Bildungsketten, die unsere überbetriebliche Lehrunterweisung, Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen ermöglichen und Fachkräfte umfassend ausbilden für die Beherrschung immer anspruchsvollerer Technologie, die auch nur von Fachleuten eingebaut werden kann, die das gesamte Gebäudesystem im Blick haben.
