Innungsversammlung am 3. Dezember 2025

Am 3. Dezember 2025 fand die zweite Innungsversammlung des Jahres statt. Das Kompetenzzentrum als Versammlungsort hat sich inzwischen fest etabliert. Im Anschluss luden wir wie im letzten Jahr in die Grünanlage hinter dem Haus zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Ausklang bei Glühwein und deftigen Leckerbissen ein.

Entsprechend der Handwerksordnung wurden eingangs die Beschlussfähigkeit festgestellt, die Tagesordnung und das Protokoll der letzten Sitzung genehmigt sowie der Verstorbenen gedacht.

Dann folgten Ehrungen verdienter Mitglieder:

Unseren Kollegen Lutz Klein und Rudolf Stelter wurden zur Anerkennung mit großem Dank für ihr beeindruckendes Engagement jeweils die Ehrenmeisterwürde verliehen. Herr Klein war Mitglied der Fachgruppe und viele Jahre stellvertretender Bezirksmeister von Mitte. Herr Stelter engagierte sich über einen langen Zeitraum als Bezirksmeister von Reinickendorf. Beide haben sich bleibende Verdienste erworben, verantwortungsbewusst im Sinne der Innung gehandelt und viele Projekte ehrenamtlich mit begleitet.

Urkunden verbunden mit Würdigung und kurzen Einblicken in die Firmengeschichten erhielten außerdem Theodor Bergmann GmbH & Co. zum 75. Gründungsjubiläum und die Firmen Mario Moritz, Andreas Beier und Arne Kücken zum jeweils 25. Betriebsjubiläum. Ausgezeichnet wurde schließlich Tom Jason Fischer, der als junger Klempnergeselle bei den Deutschen Meisterschaften des Klempnerhandwerks 2025 einen hervorragenden zweiten Platz belegte.

Danach stellte Andreas Schuh den designierten neuen Innungsgeschäftsführer und künftigen Nachfolger von Herrn Koch-Martin vor: Dr. Jörg Lippert beginnt seine Tätigkeit in der Innung mit Wirkung zum 1. Januar 2026 zunächst als stellvertretender Geschäftsführer. Ab Juni übernimmt er dann die vollumfängliche Verantwortung. Die Mitgliederversammlung bestätigte Herrn Dr. Lippert in seinem künftigen Amt.

Geschäftsführer Andreas Koch-Martin und Obermeister Andreas Schuh gaben danach einen Überblick über die Innungsarbeit 2025 und richteten unter dem Motto „Wir unter uns – Ausblick auf 2030“ einen Blick auf strategische Überlegungen der Innung. Dazu gehört die Konzeption der neuen Fachmesse gedatec, die zusammen mit Elektro und den Dachdeckern vom 13.-15. Oktober 2026 erstmals stattfinden wird. An die Mitglieder ging der Appell, diese Messe unbedingt mit ihren Monteurinnen und Monteuren zu besuchen und zu unterstützen, um auch gegenüber der Industrie den starken Impuls zu unterstreichen, dieses neue Messeformat in Berlin etablieren zu wollen.

Weitere Zukunftsthemen sind Überlegungen zu einer privaten Berufsschule, zur Vollzeitmeisterschule, zur Erweiterung des Kompetenzzentrums und zum Azubiwohnheim. Die mit einer Machbarkeitsstudie beauftragten Architekten Annett Mickel und Peer Lorenz stellten in diesem Zusammenhang erste Architektenpläne mit Überlegungen zur Realisierung des Anbauvorhabens vor. Diese entstehen in Abstimmung mit den zuständigen Stadtentwicklungsbehörden. Die offizielle Genehmigung steht noch aus. Intern wird dieses Projekt bereits als „Zukunftscampus Innung“ bezeichnet.

Die Innung ist mit 47 Mitarbeitenden, 628 Mitgliedern und der Vielfalt an Leistungsangeboten eine der größten Innungen in Deutschland. Als wesentliche Leistungen und Meilensteine benannten Herr Schuh und Herr Koch-Martin die starke Beteiligung an politischen Prozessen. Die Innung ist vertreten auf hochkarätigen Fachveranstaltungen und weithin in den regionalen Medien sichtbar. Die Ausbildungszahlen sind im Berliner SHK-Handwerk vergleichsweise hoch und konnten in diesem Kalenderjahr wieder auf weit über 400 Neuverträge gesteigert werden. Die Branche leidet jedoch unter der Verunsicherung durch fehlende politische Rahmenbedingungen. Zusammen mit den anderen Fachverbänden und dem Zentralverband bleibt die Innung im Dialog mit der Politik und setzt sich im Sinne der Mitglieder für eine kluge Optimierung des GEG ein.

Einen besonderen Stellenwert – neben der überbetrieblichen Lehrunterweisung – haben ungebrochen die Weiterbildung und die Qualifizierungsprojekte. Im Bereich der Projekte bietet die Innung eine Reihe senatsgeförderter Qualifizierungen und Beratungen an. Besonders die Maßnahmen „Vom Helfer zum Gesellen“ und EMSA sind Erfolgsgeschichten und wurden am 3. Dezember im Wettbewerb „Land der Ideen“ mit dem Preis „Gute Ideen für Integration auf dem Arbeitsmarkt“ ausgezeichnet. Dieser Preis wurde ausgelobt von der Bertelsmann Stiftung, der Mercator Stiftung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie.

Schatzmeister Florian Hoffmann stellte die geringfügig ergänzte Jahresrechnung 2024 noch einmal vor. Die Mitglieder genehmigten diese einstimmig. Das Vermögensverzeichnis zur Jahresrechnung wurde ebenso einstimmig genehmigt. Herr Hoffmann erläuterte außerdem den Haushaltsplan 2026. Die Mitglieder verabschiedeten diesen Haushaltsplan mit einer Enthaltung.

Die Innungsversammlung beschloss einstimmig die Änderung der Gebührenordnung. Abschließend beschlossen die Mitglieder einstimmig die Nachwahl von Toni Frisch, Matthias Härtl und Vincent Steinhauff in den Gesellenprüfungsausschuss der Installateur- und Heizungsbauer. Ebenso einstimmig nachgewählt wurden Alexander Wölki und Jörg Schelske in den Gesellenprüfungsausschuss der Klempner. In den Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten wurden die neuen stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Lungwitz-Retzki und Dr. Larissa Schobert-Jahneinstimmig gewählt.