Während des Stromausfalls informierte die Innung bereits mit zwei Merkblättern, die auch medial starke Verbreitung erfuhren. Der Innung war vor allem an einer differenzierten fachlichen Aufklärung und damit einer Versachlichung der Debatte gelegen.
Einen Tag nach Ende des Blackouts trafen sich Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Geschäftsführer Andreas Koch-Martin im Seniorenheim Mathildenhof in Zehlendorf, um dort im Heizungskeller gemeinsam über die technischen Schritte bei der Wiederinbetriebnahme von Heizungsanlagen zu informieren. In diesem Pflegeheim konnten sogar Dank guter Wartung der Heizungsanlage und hervorragender Teamarbeit des Pflegeheimpersonals Notstromaggregate während des Stromausfalls das Pflegeheim durchgehend beheizen.
Gemeinsam mit der engagierten Heimleitung Ricarda Stein demonstrierte der stellvertretende Bezirksmeister Friedrichshain-Kreuzberg, Thomas Haun, unter großem Medieninteresse, was man nun grundsätzlich beachten sollte.
- Den Fachhandwerker kontaktieren, falls Öl- und Gasheizungen nicht funktionieren; für die Wärmepumpe muss zwingend ein Fachbetrieb unterstützen
- Die Heizungen langsam hochfahren lassen
- Nicht alle technischen Geräte gleichzeitig wieder einschalten
- Regelmäßige Wartungen und Instandsetzungen sind entscheidend
- Die Innung und ihre Mitglieder stehen jetzt mit Rat zur Seite
Es zeichnet sich zu diesem frühen Zeitpunkt ab, dass Fernwärme-, Öl- und Gasheizungen weitgehend störungsfrei wieder anlaufen. Bei Wärmepumpen konnten präventiv während des Stromausfalls viele Schäden verhindert werden. Es ist jedoch auch zu teils schwerwiegenden Frostschäden gekommen. Das Anrufaufkommen bei den Innungsbetrieben ist sehr hoch. Die Fachleute arbeiten das derzeit systematisch ab und verschieben dafür auch Bauprojekte und kleinere Reparaturen, die nicht mit dem Stromausfall in Zusammenhang stehen.
