Fachtagung zur beruflichen Bildung im Kompetenzzentrum

Am 30. und 31. Januar 2026 fand im Kompetenzzentrum der Innung eine hochkarätig besetzte Fachtagung zur beruflichen Bildung statt.

© Philip Zerweck

Zwei Tage lang diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Wissenschaft, Verbänden, Politik und Gewerkschaften über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsstrategien der beruflichen Qualifizierung. Die Fachtagung zeichnete sich durch einen intensiven Austausch und eine offene Gesprächskultur aus.

Besonders bemerkenswert war die starke bundesweite Beteiligung: Die Leiterinnen und Leiter der Berufsbildungsabteilungen von ZDH, DIHK sowie Vertreter der Gewerkschaften nahmen an der Tagung teil und brachten ihre Perspektiven aus der Berufsbildungspolitik ein.

Aus dem Handwerk beteiligten sich u.a. Bildungsexpertinnen und -experten aus dem Kfz-Handwerk und dem Elektro-Handwerk. Sie gaben praxisnahe Einblicke in Ausbildungsrealitäten, Fachkräftebedarf und die Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Erlangen und Freiburg stellten aktuelle bildungspolitische Forschungsergebnisse vor und thematisierten damit, wie die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Ausbildungspraxis gelingen kann. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) beleuchtete zudem die Fachkräfteanforderungen im Zuge der Energiewende – ein Thema, das für fast alle Gewerke inzwischen zentrale Bedeutung gewonnen hat.

Bei einem Rundgang durch das Kompetenzzentrum führte Geschäftsführer Andreas Koch-Martin die Tagungsgäste durch die Werkstätten und Lernbereiche. Dabei wurde anschaulich gezeigt, wie moderne duale Ausbildung im SHK-Handwerk heute aussieht.

Große Aufmerksamkeit erhielten unsere beiden Projekte Klimacamp und Azubicamp. Beide Formate wurden als Best-Practice-Beispiele vorgestellt und zeigten, wie innovative Ansätze Jugendliche für das Handwerk begeistern und gleichzeitig zentrale Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Energiewende vermitteln.

Abschließend wurden Querschnittsthemen wie KI, Ehrenamt, Wohnraum und das Image des Handwerks in Workshops diskutiert. Ziel ist im nächsten Schritt nun die Erarbeitung eines Positionspapiers, das die Ergebnisse der Fachtagung bündelt und weiterträgt.