In zwei Auswahlkommissionen – besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern des ägyptischen Außenministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, der GIZ und der Innung – wurden nach intensiven Assessment-Centern mehrere hochmotivierte Kandidaten für den Beruf des Anlagenmechanikers SHK ausgewählt. Die jungen Männer zwischen 20 und 27 Jahren bringen eine solide technische Vorbildung und praktische Erfahrungen mit – ein großes Potenzial für die SHK-Branche.
Die ausgewählten Bewerber absolvieren nun einen weiteren Sprachkurs, bevor sie nach Berlin kommen. Anschließend übernimmt die Innung das Matching mit Ausbildungsbetrieben. Über das senatsgeförderte Projekt SHKkompass stehen Coaches bereit, die die jungen Menschen beim Start in Deutschland und während der Ausbildung begleiten. Zudem hat die Senatsverwaltung feste Azubiwohnplätze zugesagt – ein wichtiges Signal für das Gelingen der Rekrutierung.
Für die Innung war die Reise ein weiterer Schritt, neue Wege der Fachkräftesicherung zu gehen und gesteuerte, qualifizierte Migration aktiv mitzugestalten. Auch für die ägyptischen Partner bleibt die Förderung regulärer Migration junger Menschen ein zentrales Anliegen. Seit dem ersten Besuch vor zwei Jahren, bei dem noch die jeweiligen Ausbildungssysteme, Curricula und die Formung von Bildungsketten im Fokus standen, hat sich eine große Zahl junger Ägypter für eine Ausbildung in Deutschland beworben.
Ein Höhepunkt des Besuchs jetzt war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich regulärer Migration in das duale Ausbildungssystem. Die Anwesenheit des stellvertretenden ägyptischen Außenministers Nabil Habashi unterstreicht die hohe politische Bedeutung dieser Partnerschaft.
