Das neue Bildungs- und Innovationszentrum soll das Berliner Handwerk bei der Fachkräftegewinnung für Klimaschutzberufe, der energetischen Sanierung und dem Einsatz erneuerbarer Energien nachhaltig stärken.
Die Idee für eine KlimaWerkstatt entstand vor fünf Jahren als gemeinsame Initiative der Innung SHK Berlin, der Elektro‑Innung Berlin und des Beratungsunternehmens ideas into energy. Seit 2024 ist sie Bestandteil des Berliner Aktionsprogramms Handwerk. Das Projekt wird seit 2021 im Rahmen des Masterplan Solarcity durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert.
Im vergangenen Jahr wurde die KlimaWerkstatt in den Ausbildungscampus der NBB Netzgesellschaft Berlin‑Brandenburg am Standort Weißensee integriert. Die neuen Werkstatt‑ und Lernbereiche ermöglichen praxisnahe Schulungen für Auszubildende, Fachkräfte und Betriebe sowie Berufsorientierungskurse. Die KlimaWerkstatt bündelt gewerkeübergreifend Aus‑ und Weiterbildung, Innovationsförderung und Qualifizierungsangebote, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Umsetzung der Berliner Klimaziele zu beschleunigen.
Die KlimaWerkstatt wurde von Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, feierlich eröffnet. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der KlimaWerkstatt für das Berliner Handwerk sowie ihren wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften für klimarelevante Technologien: „Berlin ist schon heute Deutschlands Solarmeister, schaut man auf unsere Erfolge beim Solarausbau in Bezug auf die Fläche. Mehr als 56.000 Solaranlagen auf Berlins Dächern können bereits über 175.000 Haushalte mit Strom versorgen. Der entscheidende Hebel, damit wir unsere Gebäude weiterhin schnell, effizient und mit hoher Qualität klimaneutral machen können, sind gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker. Wer Solaranlagen installiert, Wärmepumpen einbaut oder Gebäude energetisch saniert, gestaltet die Energiewende ganz konkret mit. Die KlimaWerkstatt vermittelt genau die Kompetenzen, die dafür gebraucht werden. Deshalb fördern wir sie im Rahmen des Masterplans Solarcity Berlin“, so Franziska Giffey.
Dr. Jörg Lippert, Geschäftsführer Innung SHK Berlin
„Moderne Gebäudetechnologien sind komplexe Systeme, die nur im Zusammenspiel funktionieren. Um ausreichend Fachkräfte zu qualifizieren, die diese Systeme beherrschen, brauchen wir Synergien statt Einzelprojekte und einen gemeinsamen Bildungsort, der alle relevanten Handlungsfelder für die Berliner Energie- und Klimahandwerke bündelt und den notwendigen gewerkeübergreifenden Dialog fördert. Genau dafür steht die KlimaWerkstatt in Berlin“.
